Sonic Pavilion – Der Erde beim Drehen zuhören

Doug Aitken, 1968 im kalifornischen Redondo Beach geboren, begann seine Karriere als Produzent von Werbefilmen und Musikvideos. Seine ersten Gallerieausstellungen erschienen in den 90er Jahren. Seine bildmächtigen Werke bewegen sich zwischen Medienkunst und Popkultur, ohne wirklich das eine noch das andere zu sein. 1999 gewann er für seine Installation “Electric Earth” den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Aitken ist für seine gigantischen Installationen bekannt, beispielsweise SLEEPWALKERS, bei der er um und am Museum für Modern Arts in New York 7 Fassaden mit gigantischen Videoanimationen beleuchtete.

Wirklichkeit und Fiktion sind für Aitken gleichermaßen porös. Er sagt, es gehe ihm um “eine Idee der Alchemie”, darum, “diese Zutaten zu nehmen und sie gegeneinanderzureiben, bis es eine Brechung gibt”.

Zu Aitken’s neuen Werken zählt der “SONIC PAVILION“. Dafür errichtete er im brasilianischen Urwald auf einem Platau einen Pavilion. In diesem Pavilion wurde ein 200 Meter tiefes Loch gebohrt. Besucher des Pavilions haben in diesem Pavilion eine fantastische Aussicht auf den Urwald und hören nichts außer das Drehen der Erde. Das 200 Meter tiefe Loch, macht die Bewegungen der Erdplatten hörbar.

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